 

Strömung durch den stehenden Leitapparat und das rotierende
Laufrad einer Francisturbine:

|
Die Turbinenanlage Die Turbinenanlage der Alten Mühle Kirchdorf
Die vorhandene Wasserkraft aus dem Haldenbach wird im Stauteich
zwischengespeichert, unterirdisch durch ein 95 Meter langes Rohr geleitet und durch die
Turbine in nutzbare mechanische und im Generator in elektrische Energie umgewandelt. In
der Alten Mühle Kirchdorf besteht zwischen dem Stauteich und dem Unterwasser eine
Fallhöhe 8,25 Meter. Die über 80 Jahre alte Francisturbine hat ein Schluckvermögen von
ca. 100 Liter Wasser pro Sekunde und die Turbinenleistung am Generator beträgt bis zu 5
Kilowatt pro Stunde (365 Tage im Jahr). Der so erzeugte Strom wird heute in das
öffentliche Netz eingespeist. Damit wird, wie seit über 900 Jahren, die Kraft des
Wassers in der Alten Mühle Kirchdorf in nutzbare Energie umgewandelt.
Die Francisturbine
Bei der Francisturbine wird das Wasser durch ein feststehendes Leitrad
mit verstellbaren Schaufeln auf die gegenläufig gekrümmten Schaufeln des Laufrades
gelenkt.
Da das Wasser vor dem Eintritt in die Turbine unter höherem Druck
steht als nach dem Austritt, spricht man von einer Überdruckturbine. Die Francisturbine
ist die Verbreiteste Wasserturbinenart. Denn mit diesem Typ lassen sich sehr
unterschiedliche Fallhöhen nutzen. Ursprünglich für relativ niedrige Fallhöhen
ausgelegt, drang die Francisturbine im Laufe ihrer technischen Entwicklung mehr und mehr
in den Bereich mittlerer und schließlich auch großer Fallhöhen vor. Sie wurde 1849 von
James B. Francis erfunden.
Die Francisturbine der Alten Mühle Kirchdorf wurde komplett
restauriert. Sie läuft seit über 80 Jahren 24 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahr
(abzüglich Unterbrechung durch Wartungsarbeiten) und hat damit insgesamt bereits ca. 2,5
Megawatt erzeugt.
|