| Das
Wasserrad eine geniale Erfindung
Bevor man die Wasserkraft zu nutzen verstand, war die Muskelkraft von Mensch und Tier
die einzige Energiequelle. Die Wassermühlen entstanden vor Christi Geburt im
vorderasiatischen Mesopotamien als erste Maschine der Menschheit.
Das Wasserrad der Kirchdorfer Mühle hat 4 Meter Durchmesser. Die Kirchdorfer Mühle
(wobei "Mühle" als Sammelbegriff für alles steht, was sich in irgendeiner Form
dreht oder bewegt) war eine nahezu universell einsetzbare Maschine. Seit Beginn der
Kirchdorfer Mühlengeschichte lassen sich zahllose Anwendungsarten nachweisen
(Getreidemühle, Ölmühle, Sägemühle, und Flachsmühle). 1934 wurde die Turbinenanlage
gebaut. Damit endete nach über 900 Jahren die Energiegewinnung durch das zuletzt eiserne
Wasserrad in der Kirchdorfer Mühle. Es hatte ausgedient und wurde stillgelegt. 1999 wurde
von der Familie Marquardt ein neues Wasserrad an gleicher Stelle errichtet. Es läuft zur
Zeit ungenutzt im Leerlauf. |